Hallo Leute, Die Techniker bei Guzzi hatten einen Blue Monday als sie die Schwingenlagerung konstruierten. Stahlachse plus Weicheisenbüchsen minus Schmierung ergibt Rost. Das werden alle von Euch bemerken die die Schwinge ausbauen. Bevor ihr aber schon vorab Ersatzteile bestellt hier eine Warnung : zuerst zerlegen und vermessen! Offensichtlich wurde bei Guzzi alles verwendet was zur Hand war. Untermass Achsen, verschiedenste Distanz Scheiben und verschiedene Buchsen Durchmesser. Auch die Längen der Lager Achsen differieren um ein paar Millimeter. Dann die Weicheisen Buchsen : Die Civile hatte 32mm Buchsen Aussen Durchmesser, die Militär aber 33mm. Eine hat gekröpfte Anlaufscheiben mit Distanzscheibchen innen, die Militär gewöhnliche Beilagscheiben. Die Achsen gibt es gottseidank als Präzisionsstahlrohr in Meterware. Aussen und Innendurchmesser perfekt passend. Das Buchsen Material kann Bronze oder Weicheisen sein. Aber auf jeden Fall einen Schmiernippel von unten in die Schwinge einsetzen. Generell zur Schwingen Lagerung : einige britische Hersteller (NVT und AMC) verwendeten Sinterbronze (poröses Material) im Ölbad. Hervorragend, bis ein Idiot Fett statt Öl verwendet. Dann verkleben sich die Bronze Poren. Mache Japsen wollten besonders gut sein und verwendeten Radial plus Axial Nadellager (SR500). Nur ohne Schmiernippel. Wenn das rostet, sperren die eingelaufenen Nadeln die Achse und es geht nimmer auseinander. Viel Spaß. Stundenlanges Sägen mit Sägeblatt zwischen Schwinge und Rahmen. Genialste Lösung war eigentlich von Rex McCandless im Norton Federbett : 2 Silentblöcke welche die geringe laterale Abweichung aufnahmen. Ich habe noch nie eine ausgeschlapfte Federbett Schwinge gesehen. Nicht einmal nach Sandstrahlen und Pulver Beschichtung. So, viel Spaß beim Schwingen zerlegen der Nuovo. Tip : es geht auch ohne Kotflügel Abbau. Aber fummelig.
Schmiernippel nicht einer mittig, sondern zweie von unten in die buchsen. damit kommt das fett dann dahin wo es hin soll und die nippel fixieren auch die buchsen.
es hat zwei ausführungen der ganzen lagerung gegeben.
Moin, ich klinke mich hier mal ein: Wegen Putzen habe ich die Stoßdämpfer abgenommen und mich gewundert, dass die Schwinge nicht "von selbst" runterschwingt. Schwingenbolzenmmuttern gelöst, dann ging es leichter, kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein? Das Schwingenrohr ging leicht zu entfernen, hat kaum Spiel und ist leichtgängig, ein bisschen wenig Fett zwischen den Buchsen und Rohr. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch 2 Schmiernippel eingesetzt werden, jetzt gerade nicht. Das Rohr ist ca. 0,8mm länger als die Schwinge mit Buchsen, die Beilagscheibe jedoch ca. 1,4mm und ist vom Durchmesser 0,4m kleiner als das Rohr. Das bedeutet,, wenn ich den Schwingenbolzen festziehe, klemmt sich die Schwinge zwischen den Rahmen und kann nicht frei schwingen. Ist es richtig, dass die Stärke der Beilagscheibe das axiale Spiel justiert? Dann wäre sie in meinem Fall zu dick. Neben der dünnen Anlauf- oder Beilagscheibe (nur eine und links verbaut, wie in der Ersatzteilliste zu sehen), sind noch die beiden dicken gewölbten Scheiben links und rechts vorhanden. Der lange Schwingenbolzen hält zusätzlich auch eine massive Platte, an die der hintere untere Beiwagenanschluß befestigt wird, der Schwingenbolzen wird mit zwei selbst sichernden Muttern verschraubt.
Was denkt ihr? Dünnere Scheibe verbauen? Danke und Gruß Timm
Meine Falcone hat 20.000 km auf dem Tacho, weil sie in einem Polizeidepot stand. Ich bin damit 10.000 km gefahren. Heute habe ich die Schwinge ausgebaut und gesehen, dass das Rohr verrostet ist, also werde ich ein neues kaufen. Innen ist aber kaum Fett zu sehen. Ich habe auch noch ein anderes Viertaktmotorrad, eine polnische Junak M10. Die hat einen Schmiernippel an der Schwinge. Also werde ich ein M6-Gewinde in meine Schwinge bohren und einen Schmiernippel anbringen. Ich habe Fotos, kann sie aber leider heute nicht mehr schicken.